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Dinge über Portugal

Dinge, die kaum jemand über Portugal weiß

Portugal und England haben das älteste diplomatische Bündnis Europas

Schon im Jahr 1373 gingen die beiden Länder eine Allianz ein, die 1386 in den Vertrag von Windsor mündete und bis heute gültig ist.

Die Engländer behaupten, den Portwein erfunden zu haben

Und wenn wir schon bei den Engländern sind: Die gehören nicht nur zu den Hauptkonsumenten des Portweins, sie meinen auch, sie hätten ihn im 17. Jahrhundert erfunden, indem sie dem Wein aus der Douro-Region Brandy hinzugefügt hätten, um zu verhindern, dass er beim Export nach England sauer wird. Die Portugiesen halten entgegen, schon in der Hochzeit der Seefahrerei habe es einen Prozess gegeben, der die Gärung stoppte und so die Süße der Traube behielt.

Bis 1928 galt in Portugal Linksverkehr

Auch das hat etwas mit dem Einfluss der Engländer zu tun, und damit, dass der Rechtsverkehr in Europa von den Franzosen erst unter Napoléon in vielen besetzten Ländern eingeführt wurde. In Portugal wurde erst am 1. Juni 1928 auf Rechtsverkehr umgestellt.

Frankreich ist die zweite Heimat der Portugiesen

Mehr als eine Million Portugiesen und Portugiesisch-stämmige leben derzeit in Frankreich.

Portugal hat fast 3000 Kilometer Küste

Es mag zwar verwunderlich klingen, doch obwohl das Land recht klein ist, verfügt es über Tausende Küstenkilometer. Grund: Neben dem Festland (ca. 950 Kilometer Küste) gehören auch die Inselgruppen von Madeira (ca. 250 km) und die Azoren (ca. 670 km) zu Portugal.

Portugal hat die längste Brücke Europas in selben Land!!

17,2 Kilometer lang ist die Ponte Vasco da Gama, die zwischen 1995 und 1998 anlässlich der Expo ’98 über den Fluss Tejo (z. Dt. Tajo) gebaut wurde. Fast eine Milliarde Euro kostete das Projekt, das Lissabon mit den südlich des Tajo liegenden Städten verbindet und die Route weiter in Richtung Süden für Autofahrer schneller gemacht hat.

Rio de Janeiro war portugiesische Hauptstadt

1807 flüchtete der portugiesische Hof um König Johann VI. vor Napoleons Truppen in die damalige Kolonie Brasilien, genauer gesagt nach Rio de Janeiro. Von 1808 bis 1821 war die Stadt am Zuckerhut die Hauptstadt Portugals.

Die japanische Spezialität Tempura wurde von Portugiesen erfunden

Was heute in jedem japanischen Restaurant auf der Speisekarte steht, geht auf portugiesische Jesuiten zurück. Das Missionieren der Bevölkerung – so ihr eigentlicher Auftrag – war nur bedingt erfolgreich, dafür übernahm die Bevölkerung die Zubereitungsart des „Tempura“, bei der Fisch und heute auch andere Lebensmittel in einem Teigmantel frittiert werden. Tempura ist aus dem Portugiesischen abgeleitet. Von welchem Wort genau, ist jedoch fraglich. Möglich wären etwa Tempero (z. Dt. Würze), aber auch têmporas, eine früher von Christen praktizierte Form des Fastens.

Portugal hat selbst keinen Bacalhau

Wenn es etwas gibt, das man mit den Portugiesen assoziiert, dann ist es der berühmte Bacalhau, der Stockfisch, der auf bestimmte Weise getrocknet wird. Nur: Den dafür meist verwendeten Kabeljau gibt es in portugiesischen Gewässern praktisch nicht, weshalb der Fisch importiert werden muss. Und das in so üppigen Mengen, dass es eben reicht für Festmahle an Weihnachten, Neujahr, Heilige-Drei-Könige, Ostern…

Die erste Flagge Portugals ähnelte der finnischen

Ein blaues Kreuz auf weißem Hintergrund, so sah die erste Flagge der Portugiesen aus. Blau sind heute nur noch die fünf Wappen in der Mitte. Das Grün in der Flagge kam erst 1910 hinzu, seitdem hat sie ihr heutiges Aussehen.

Eine Portugiesin brachte den Tee nach England

Ohne Katharina von Braganza gäbe es vermutlich die typisch britische Tea Time nicht. Denn es war die portugiesische Infantin, die aufgrund ihrer Hochzeit mit dem englischen König Karl II. den Tee, den sie so sehr mochte, im 17. Jahrhundert auf die Insel brachte.

Lissabon hat wie Rom „7 Hügel“ (aber es sind 8)

Die Metropole am Tajo wurde der Legende nach inmitten von sieben Hügeln gegründet, bei denen es sich um die Hügel Sant’Ana, São Roque, Santo André, São Jorge, Santa Catarina, Chagas und São Vicente handeln soll. Allerdings ist heute nicht mehr ganz klar, worauf die Legende zurückzuführen ist, denn eigentlich hat Lissabon weitaus mehr Erhebungen.

Fado steht buchstäblich für Schicksal

Was man den mitunter traurig sehnsüchtigen Klängen schon anhört, spiegelt sich auch im Namen wider. Das Wort Fado geht auf das lateinische fatum zurück, und das bedeutet: Schicksal.

Der Portwein hat einen eigenen Bootstyp

Rabelo-Boote nennen sich die Schiffe, die um die 20 Meter lang sind und ab dem 18. Jahrhundert dazu dienten, den Portwein aus Weinregionen im Dourotal nach Porto bzw. Vila Nova de Gaia zu bringen. Etwa sechs Mann Besatzung war nötig, um das Schiff zu bedienen und die Fässer zu verladen. Heute dienen die Rabelo-Boote nur für touristische Zwecke oder Feierlichkeiten.

In Lissabon steht die älteste Buchhandlung der Welt

1732 hat die Livraria Bertrand in Lissabon eröffnet, und ist seitdem durchgehend in Betrieb. Das brachte der Buchhandlung im Stadtteil Chiado auch einen Guinnessbuch-Eintrag.

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